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Stand: 23.07.2015

Pressemitteilung

Lachen ist gesund

(Speyer, 28. August 2013) Einmal um die ganze Welt reisen – wer hat davon nicht schon einmal geträumt? Für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen wurde dieser Wunsch —  zumindest in der Phantasie —  im Caritas-Altenzentrums St. Martha wahr. Andrea Nietsch als Clowin Violetta und Silke Schuchardt als Clownin Watti machten bei einem Kulturnachmittag die Leinen in der Caféteria los und nahmen die rund 70 Mitreisenden mit auf eine rund halbstündige Reise.

Die Zuschauer erlebten während der abwechslungsreichen „Fahrt“ mit Violetta und Watti viele heitere Momente. Die beiden Frauen, die als Krankenhausclowns des Vereins „xundlachen — die Klinikclowns“ in der Region auftreten, hatten nicht nur Schwimmweste, Badeanzüge von einst und verschiedene Materialien  wie bunte Tücher im Gepäck, sondern dazu noch etliche Geschichten und vor allem Lieder im Repertoire. Gerade die bekannten Melodien von früher ließen das Publikum aufhorchen, das teilweise in die Lieder einstimmte.

Die Clowninnen gingen auf Tuchfühlung mit ihrem Publikum, stellten Verbindungen her, gingen auf Kommentare ein, nahmen jeden mit auf diese Reise, die eine besondere Abwechslung vom Alltag bot. Berührungsängste kannte keiner, weder die beiden Clowninnen, noch die Zuschauer.  Schnell wurden Brücken gebaut, Vertrauen und Aufmerksamkeit geweckt. „Das Produktive an der Sache ist der direkte Kontakt“, erklärte Pflegefachkraft Jana Herbert. Menschen mit Demenz seien auf emotionaler Ebene ansprechbar und gerade bei Clowns würden positive Gefühle und Erinnerungen wach. „Mit einem Clown verbinden alle etwas Positives“, ergänzte die Fachkraft. „Und Lachen ist gesund“, so Jana Herbert.

 „Menschen mit Demenz sind in sich versunken – dort werden sie durch die Clowns heraus geholt“, erklärte die Mitarbeiterin. Dass bei den Besuchern das Programm gut ankam, zeigte sich an entspannten Gesichtern.  Erfahrungen mit den Spaßmacherinnen hatte das Team des Altenzentrums bereits an Fasnacht gemacht, berichtete Leiterin Gudrun Wolter. „Damals haben unsere Bewohner sehr gut darauf reagiert“, begründet sie die erneute Entscheidung für ein Kulturprogramm aus dem Bereich der Clownerie. Der Nachmittag war diesmal vom Caritas-Altenzentrum St. Martha in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Speyer und der Arbeitsgruppe Demenz organisiert worden.

 

 

Herausgegeben von:
Caritasverband für die Diözese Speyer
Text und Bild:
Susanne Kaiser