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Stand: 23.07.2015

Pressemitteilung

Netzwerkarbeit

Wertvoller Austausch bei Traditionsgericht

Ein Dank soll das wohlschmeckende Angebot sein und gleichzeitig eine Chance zum spontanen Austausch im zwanglosen Rahmen.Seit das gemütliche Zusammentreffen in der Caféteria des Alternzentrums ins Leben gerufen wurde, sind etliche Jahre vergangen. Wann genau zum ersten Mal eingeladen wurde, kann Einrichtungsleiterin Gudrun Wolter nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass ihr Vorgänger im Amt, Willi Weiler, Initiator dafür gewesen ist. Wie viele andere hat auch er sich 2014 wieder zum Martinsgansessen eingefunden.

"Durchschnittlich werden rund 50 Personen eingeladen", erzählt Gudrun Wolter. Fast jeder Kooperations- und Netzwerkpartner - insgesamt sind das etwa acht Institutionen zurzeit - hat heuer wieder einen Vertreter geschickt. Sehr zur Freude der Leiterin und dem ganzen Team: "Für uns ist das gleichzeitig eine Wertschätzung, wenn die Leute unsere Einladung annehmen."

Der überdurchschnittliche Aufwand, der zu dem Anlass betrieben werden muss, nimmt das Küchen- und Servicepersonal dafür gerne in Kauf. Schließlich gilt sowohl das Prinzip Geben und Nehmen als auch das der Arbeit Hand in Hand. "Das Martinsgansessen ist immer ein großes Ereignis, das sehr viele Vorbereitungen im Vorfeld erfordert", weiß Wolter um das Engagement der Mitarbeiter.

Das Menü werde besprochen, Bestellungen müssten rechtzeitig rausgehen und nicht zuletzt erfordere der Veranstaltungstag selbst immensen Einsatz. Zu den Gästen der Hilfsorganisationen hinzu kommen nämlich noch diejenigen, die von außen am Mittagstisch teilnehmen - Angehörige beispielsweise - und natürlich die Bewohner selbst. Seit vergangenem Jahr gibt es außerdem eine Neuerung auf der Speisekarte, wie Wolter anmerkt: "Wir haben jetzt ein alternatives vegetarisches Menü im Angebot, da die Nachfrage deutlich gestiegen ist."

Während die einen sich ganz traditionell geschmorte Gänsebrust mit Apfelrotkohl und Kartoffelknödeln am Martinstag schmecken lassen, greifen die anderen gerne beim Kürbis-Herbstgemüseauflauf mit Kräutersoße zu. Kürbis-Maronencremesuppe als Vorspeise sowie Bratapfeleis auf Waldfruchtspiegel mit Sahne werden allen aufgetischt.

Vertreten ist auch der Nachwuchs des katholischen Kindergartens St. Joseph. Die Kleinen sind Dauergäste im Caritas-Altenzentrum und erhellen diesmal den Speiseraum nicht nur mit ihren Laternen, sondern zusätzlich mit ihren Stimmen und bekannten St. Martins-Liedern.

Für Gudrun Wolter ist die Kooperation mit Krankenhäusern und Sozialdiensten, Seelsorgern, Beratungsstellen und Fachkräften von Altenpflege und Stadtverwaltung wichtiges Instrument, das die tägliche Arbeit in der Einrichtung erleichtert. Gerade die ungeplanten Dialoge, die beim Martinsgansessen entstehen, seien wertvoll um zu wissen, wo es jeweils brennt, welche Problematiken es gibt und wie die gemeinsam gelöst werden können. "Das ist leichter wenn man sich kennt", weiß Wolter.

Text und Bild: Susanne Kaiser